Montag, 7. September 2009

Neu Island

Wow, lang hats gedauert, aber nun finde ich endlich wieder einen Grund dieses "Tagebuch" zu ergänzen.

Und getreu dem Motto, "Schöner wärs, wenns schöner wär" nun denn inhaltlich nachfolgend ein Eintrag in diesem Blog.

Leider steht das Projekt Island momentan auf wackligen Füßen. Alle Mitreisenden haben abgesagt und ich stehe abermals vor der einsamen Entscheidung ob ich allein meinen Traum wahr mache oder eine andere Destination zu Gunsten von mehr Gesellschaft wähle. Ich denke das wird mich beschäftigen. Ich habe bereits die letzten Tage nach Alternativen gesucht.

In meinem Kopf erschienen zwar Visionen von Nord Norwegen, Grönland, Orlando, Nord Japan und Kanada, aber nichts davon schmeckt süß wie ein Traum der wahr werden könnte.

Ich plane daher erst einmal allein mit Neu Island und warte ab, was mir noch einfällt.

Sonntag, 28. Juni 2009

Vorfreude ...

http://www.youtube.com/watch?v=NXTivIHM1yE&feature=PlayList&p=226C30695A946D5C&index=0&playnext=1

Was ist eigentlich so ein Euro in Island wert?

1 Euro = 179.416263 Isländische Krone


oder andersherum ...

1 Isländische Krone = 0,00557363075 Euro


das erinnert mich sehr stark an Japan ...

1 Euro = 134,002856 Yen

Mittwoch, 17. Juni 2009

65 Jahre Republik in Island

http://www.wdr.de/themen/kultur/stichtag/2009/06/17.jhtml

Wir lernen fleißig weiter für die große Reise.

Dienstag, 16. Juni 2009

Neue Destination

Kaum ist der Trrip nach Japan vorbei (schon lange 6 Wochen) fällt mir ein neues Ziel ein.

Nächstes Jahr solls nach aktuellem Befinden nach Island gehen.

Also auf gehts zur Planung...

Donnerstag, 30. April 2009

Tag 22 (01.05.2009) - Nikko, Tokyo, Shibuya

Ich habs hinter mir. Möchte ich meinen. Doch ich will garnicht aufhören mit diesem Urlaub.

Den letzten Tag habe ich zu drei Viertel in Nikko und ein Achtel in Shibuya verbracht. Eine gegensetzlichere Mischung gibt es wohl kaum. Mehr als ein Achtel Shibuya war einfach nicht drin und die drei Viertel Nikko waren viel zu schnell vorüber.

Nach Nikko gings per Shinkansen vom Bahnhof Tokyo aus, unterbrochen von einem Umstieg in ein lokales Bähnle in Utsonomiya. Das ganze dauert entspannte 1 1/2 Stunden und für mich überraschender Weise vollkommen kostenlos. Ich hatte vermutet mein Railpass könnte mir auch hier nicht weiterhelfen, Irrtum.

In Nikko angekommen musste ich erst einmal Frühstücken und was zu trinken besorgen, da das Wetter wirklich strahlend schön war. Auf den ersten Blick ist Nikko erst einmal anderrs als viele andere Städte, da man am Bahnhof nicht gleich von Einkaufspassagen und Busbahnhöfen begrüßt wird. Eine angenehme Ausnahme, die sonst nur noch Yufui und Miyajima zu bieten hatten.

Nach dem Frühstück, mit frischem Brot und ein wenig Obst und etwas erfrischendes zu trinken, gings in die Stadt. Oder besser gesagt, ich musste durch die ganze Stadt, da die Tempelanlagen weit entfernt von allen Bahnhöfen Nikkos liegen. Vorbei an unzähligen kleinen Shoppinggelegenheiten und allerlei verschiedener Läden kam ich dann gegen 11 Uhr am Fuße des Nikko Nationalparks an.

Der Nationalpark ist um einiges größer, als die Strecke die ich dann letztendlich geschafft habe, aber ich hatte eh keine Wanderschuhe an und wollte mir auch nur die "paar", zum Weltkulturerbe gehörenden, Tempel und Schreine anschauen. Am Eingang musste ich leider erst einmal mein Objektiv wechseln, da das neue leider mehr für weite Entfernungen und Außenaufnahmen geeignet ist und ich keine Tempel und Brücken ganz in den Sucher bekam. Mit einem der letzten 1000 Yen Scheine kaufte ich mir Zutrittsrechte für fünf Schreine oder Tempel. 200 Yen pro Objekt, garnicht schlecht. Ehrlich gesagt hatte ich natürlich beim Bezahlen keine Ahnung, wofür ich die 1000 Yen ausgeben muss. War mir auch zuerst zu teuer, aber ich will ja auch mein Geld alle kriegen und habs ja im Urlaub, nicht wahr?!

Ich überlege gerade, wie ich die anschließenden Eindrücke beschreiben kann. Ich denke das ist schwer möglich, da mir einerseits ständig alle Namen der Tempel und Schreine entgleiten und ich diesmal wirklich einfach viel zu viel zu beschreiben hätte. Die vielen verschiedenen Tempel waren unglaublich beeindruckend schön gestaltet. Hier irgendwo anzufangen ist einfach nicht möglich. Der Detailreichtum war so groß, dass ich teilweise Minutenlang eine einzige Steinlaterne anschauen musste, eh ich alle Formen und Farben richtig verarbeitet hatte.

Vielleicht eines der bekanntesten Bilder, das ich zumindest bis dato nicht Nikko oder einem seiner Tempel zugeschrieben hatte, ist das mit dem drei Affen und ihren drei Verhaltensweisen (blöd aber mir fällt momentan kein anderer Ausdruck dafür ein). "Hear no evil", "say no evil" und "see no evil". Davon allerdings gibt es in Nikko eine Menge mehr, denn dies sind nur drei der buddhistischen Lehren. Von den anderen habe ich Fotos gemacht. Die Beschreibung ebenfalls, denn das hätte ich mir nicht merken können, zumal die Bilder selbst nicht eindeutig zu interpretieren sind.

Vielleicht ein Tipp für all diejenigen, die selber einmal vorhaben Tempel oder Schreine zu besuchen und durchaus auch gewillt sind extra Eintritt für fast jeden Tempel zu bezahlen. Schuhe anziehen, die man schnell aus- und wieder anziehen kann. Ich hab jedes Mal drei Minuten mit Schuhe aus- und anziehen verbracht. Dafür sind die Böden sehr sauber und federn auf eine gewisse Art und Weise sehr angenehm die eigenen Schritte ab. Wie in einer Turnhalle beim Bodenturnen. Ich spare mir immer das Geld im Tempel und unmittelbar vorm Schrein. Dafür mache ich dann auch keine Fotos und schaue nur andächtig drein ... äh zu.

Die ganze Route dauert dann, wenn man sich nicht immer allzuviel Zeit nimmt, so wie ich, ca. 3 Stunden. Anschließend war ich vom vielen Treppen auf- und ablaufen ein wenig schwerfällig (total platt) und hab mich dann mit meiner Kamera einfach auf eine Bank gesetzt und habe Menschen fotografiert. Also mein neues Objektiv ausprobiert. Das war sehr sehr spannend. Leider ist aller Anfang schwer. Mal sehen ob die Fotos etwas geworden sind.

Dann gegen vier uhr gings langsam zurück zum Bahnhof. Dort hab ich dann gleich einen Zug bekommen und bin dann wie hin auch wieder zurückgefahren. gegen 18 Uhr war ich dann wieder in Tokyo und bin gleich durch nach Shibuya. Ich wollte mir eigentlich nur die große (weltbekannte) Kreuzung anschauen, auf der gefühlt tausende von Menschen kreuz und quer laufen, und zudem ein paar Fotos von einer Statue eines Hundes machen, der auch Jahre nach dem Tod seines Herrchens, eines bekannten Professors, noch regelmäßig zum Bahnhof kam um auf eben jenen Professor zu warten.

Der erste Eindruck war einfach atembraubend. War Nikko vor allem ruhig und naturbedingt schön, so gab es im Umkreis von 500 Metern um den Bahnhof herum scheinbar nur Menschen. Nichts anderes als Menschen. Auf die Kreuzung zu schauen ist dabei wirklich ein wahres Spektakel. Man weiß zunächst garnicht wo soviele Menschen bei jeder Ampelphase herkommen können bis man ein paar Schritte abseits JEDER Kreuzung auf unzählige Einkaufspassagen stößt. Hier gibt es wirklich alles was man sich zum Intensivshoppen wünschen kann. Ich wollte garnicht shoppen und so war ich dem Treiben schnell müde und wollte eigentlich nur noch raus.

Ich wusste in diesen Momenten, dass ich eine Seite Tokyos und wahrscheinlich Japans noch nicht kennengerlertn hatte. Die ganz und gar verrückte nämlich. in Shibuya liefen alle Typen von Menschen rum die man sich vorstellen mag. Tage zuvor in Hiroshima war mir nach einem Baseballspiel noch aufgefallen, dass man nirgends blode Menschen antraf. 5 Minuten in Shibuya konnten dies für die ganzen letzten drei Wochen wieder relativieren. Witzig ist auch, wenn man sonst sehr zurückhaltende Japaner stockbesoffen durch die Menschmassen torkeln sieht, fröhlich ein Lied pfeifend. Vielleicht war es der krasse Gegensatz zu Nikko, aber ich konnte trotz der vielen "Sehenswürdigkeiten" keinen rechten Spaß daran finden und bin dann schnell wieder in die Metro verschwunden. Meine letzte Metrofahrt fiel mir ein, als sich die Türen schlossen.

Und da war es, das Gefühl, dass dieser Urlaub und diese Reise schon wieder zuende ist. Mir fiel in der darauffolgende fahrt bis zum Hostel noch einiges mehr auf, dass ich gerade zum letzten Mal tat. Eine recht traurig schöne Fahrt. Ich weiß ich werde Tokyo und vor Allem Japan vermissen.

Ich will wiederkommen und alles nochmal erleben, aber bis dahin behalte ich ganz besonders die Menschen hier in besonderer Erinnerung. Denn spätestens dann, wenn ich mich an der Kasse und beim Busfahrer nicht mehr verbeugend bedankend verabschiede, werden die Erinnerungen meine einzige Verbindung zu diesem großartigem Gefühl des "wohl-behütet-seins" bleiben, dass ich während des gesamten Abenteuers hatte.

Ich fliege morgen zurück und werde auch nicht mehr viel darüber berichten, wenn alles glatt läuft. Ich bedanke mich fürs Lesen und hoffe auch zumindest einen winzig kleinen Einblick in dieses weit entfernte Land gegeben zu haben.

Vielleicht findet die nächste Reise auch einen Weg in diesen Blog. Wohin es geht? Wenn man mich jetzt fragen würde, natürlich Japan.

Tag 21 (30.04.2009) - Tokyo, Ueno, Odaiba

Der vorletzte Tag und eigentlich hatte ich große Pläne nach Nikko zu fachren.

Ich habs sogar auch einigermaßen pünktlich aus dem Bett geschafft, dann aber meinen Railpass im Hostel liegen lassen. Als ich dann endlich soweit abreisebereit war, war es schon fast 10 Uhr und mit einer zweistündigen Zugfahrt und der Rückfahrt, gleicher Dauer, kam mir der Tag zumindest für Nikko verloren vor.

Also habe ich mich kurzerhand entschlossen nocheinmal durch Tokyo zu laufen und die Orte, die ich bis dato noch nicht geschafft hab anzuschauen. Dazu gehörten dann Ueno und Odaiba. Zur Krönung habe ich noch Akihabara wiederholt und mir was gekauft. *freu*

In Ueno gibt es einen wunderschönen großen Park, in dem es neben einem See auch einen kleinen Zoo gibt. Es überascht mich immer wieder wie es Tokyo schafft so vielfältig auszusehen. Was einem auf Anhieb auffällt sind die vielen Obdachlosen, die sich besonders in Ueno-koen sammeln. Ich habe vorher bereits gelesen, dass dies insbesondere die Obdachlosen sind, die während der vergangenen (und vielleicht auch aktuellen) Wirtschaftskrisen Japans ihr Hab und Gut verloren haben. Obdachlose Japaner siind auf eine gewisse Art merkwürdig anzuschauen, weil Sie, oder besser gesagt ihre Existenz, nicht dem Bild entsprechen, das man von Japan so gerne wahrnimmt. Dennoch sind sie typisch japanisch; zurückhaltend und möglichst unauffällig.

Da ich mir den Zoo nicht leisten wollte und ich auch nicht straff durch den Park gehen wollte, habe ich den langen Weg außenherum genommen. Dabei bin ich phasenweise soweit "außenherum" gekommen, dass ich garnicht mehr in der Nähe des Parks war. Und auch hier hat mich Tokyo wieder überrascht. Denn direkt in Sichtweite des Parks ragten vermehrt hässlich aussehende Hochhäuser aus dem Stadtbild empor und keine 100m später befand ich mich in Mitten kleiner winziger Straßengeflechte, die durch kleine winzige Häuschen und wunderschönen Vorgärten und Grünflächen begrenzt wurden. Gleichzeitig war die Ecke so Tokyo untypisch ruhig, dass man glatt vergessen konnte, dass man sich in einer der größten Metropolen der Welt befindet.

Nachdem ich den Park hinter mir und ein paar Künstler und Museen links liegen gelassen hatte, stieg ich in Uguisudani wieder in einen Zug der Yamamote Line ein und fuhr nach Shimbashi. Dort gings in eine Toilette, ich musste dringend (was unwichtig, aber für nachfolgendes erklärend ist). Diese Toilette hatte keine Türen und lag direkt an einer der großen Straßen Shimbashis. Das Gefühl war also so, als würde man direkt an die Hauswand ... naja und soweiter. Ich hab ja erklärt wieso das sein musste.

Von Shimbashi gings mit der Yurikamome Lina nach Odaiba. Der Zug fährt fahrerlos über die riesige Rainbow Bridge. Ein genialer Ausblick auf ganz Tokyo und den Hafenbereich. Ich wollte eigentlich einmal um die ganze Insel herumlaufen und dann am Abend die Brücke mit der Stadt im Hintergrund fotografieren, aber ich stieg so ungünstig aus, dass ich an einer Ecke landete, die zwar scheinbar für tausende von Menschen konstruiert und geplant war, aber praktisch an Ermangelung von eben jenen Menschen überschäumte. Vorbei an Schülern die einfrig Tennis lernten und praktisch niemandem sonst, kam ich gegen frühem Nachmittag in "Palette Town" an. "Palette Town" muss man sich als eine Art Einkaufszentrum mit erhöhtem Spaßfaktor vorstellen. Geprägt durcht eiin riesiges "Skywheel" und dem Toyota Mega Web half mir der Komplex zudem mit einem McDonalds über den Mittagshunger. Toyotas sog. Mega Web ist ein riesiges Autohaus mit Wackelkino und und Spielautomaten. Zudem darf man mit Elektroautos um das Gelände fahren und hat auch sonst viel Spaß mit "Autofahren". Ich habs beim Wackelkino belassen und bin dann auf das Skywheel. Naja. Ich war recht angetan und hatte vor Allem Angst vor der Höhe. Sonst hats mich nicht vom Hocker gerissen.

Was mich dagegen sehr begeistert hat war der Sonnenuntergang von Odaiba aus. Ich hab unheimlich viele Fotos gemacht und hätte Stunden dort einfach sitzen und die Sonne langsam hinter der Stadt verschwinden sehen wollen. Ok, hab ich auch gemacht. Ist ja nicht so, dass ich groß weiteres vor hatte.

Nachdem die Sonne untergegangen war und ich alle Fotos gemacht hatte, bin ich zurück in die Stadt und hab noch einen kurzen Stop in Akihabara gemacht. Dort habe ich mir endlich ein neues Objektiv gekauft. Naja und während ich das hier alles schreibe, erzähle ich einer spanischen Gruppe dass sie sich den Sonnenuntergang auch unbedingt anschauen müssen. Ich glaube ich habe alle Pläne damit durcheinander gebracht, denn spanische Frauen diskutieren gleich neben mir so lautstark, dass ich Probleme habe weiterzuschrieben.

Aber das ist eigentlich auch eine gute elegenheit, diesen inzwischen überlangen Tagesbericht zu beende und ins Bett zu gehen. Immerhin will ich ja morgen endlich früh raus und nach Nikko.

Esta bien ;o)
Ciao

Sonntag, 26. April 2009

letzte Woche

Kaum zu glauben, aber in diesen Minuten des Erwachens beginnt schon wieder die letzte Woche dieser Reise. Allmählich kommt ein wenig Wehmut auf, aber ich freue mich auch sehr auf die kommenden Tage.

Hier mein Plan.

Ich werde heute Vormittag endlich Okonomiyaki essen. Masa von J-Hoppers wird mir dabei die Feinheiten der japanischen Essgewohnheiten nahe bringen. Freu mich schon. Anschließend geht es für 2 Nächte nach Beppu und Umgebung. Hier erwarten mich laut Lonely Planet viele, viele Onsen. Am Mittwoch geht es dann wieder zurück nach Tokyo. Hier sind dann noch zwei Tagesausflüge nach Hakone und Nikko geplant. Und am Samstag geht es dann zurück gen Heimat.

Auf geht's.

Samstag, 25. April 2009

Tag 12 (21.04.2009) - Nara

Nara.

Endlich einmal raus aus der Großstadt und rein ... ja rein in eine Großstadt. Auf den ersten Blick Pustekuchen, von wegen alte kleine Hauptsadt mit weiten grünen Parkanlagen und Tempeln.

Aber ich habe inzwischen festgestellt, dass dies in fast jeder japanischen Stadt so ist. Wenn man mit dem Zug am Bahnhof anlangt, sieht man erst einmal nur Kaufhäuser, Shopping Malls und viele, viele Menschen.

Nicht anders war das in Nara.

Nach ein paar hundert Metern in die Stadt rein gings erst einmal rein in die Touristeninformation. Hier hab ich eine nette Frau kennengelernt. Nachdem Sie mir eine Karte von Nara gegeben hatte, fing Sie an mich zu fragen wo ich denn herkäme usw. Mit "Deutschland" (natürlich auf engl.) antwortend bekam ich als Antwort, dass Sie das schön fände, weil sie ja Holland so gern habe und wie schön es dort sei, mit all den Blumen und den Holländern und dem Meer usw. Nein, wirklich ich fand das total nett, allein mir fehlte jeder Ansatz ihr vom schönen Holland zu erzählen. Währenddessen sie erzählte hatte ich jedoch genug Zeit nachzudenken und dabei stellte ich fest, dass ich keinen Schirm dabei hatte. Deshalb fragte ich sie, ob es denn in dem Park auch Möglichkeiten zum unterstellen gäbe und sie meinte das wäre kein Problem, entschied sich jedoch kurzerhand anders und lieh mir einfach ihren eigenen Regenschirm. Ich weiß inzwischen, dass man gegen soviel Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft in Japan nichts ausrichten kann und hab ihn dankend entgegengenommen. Eine gute Entscheidung wie sich später noch rausstellte.

Ich also mit meinem schönen Eisbecherregenschirmchen (Anspielung auf die Größe des riesigen Regenschirms, den kleine japanische Frauen mit sich tragen, wenn sie ihn nicht gerade an große deutsche, nichts mit Holland verbindende, Touristen ausleihen) unterwegs in Nara und es beginnt zu schütten. Der Schirm war zwar eine große Hilfe, aber ich musste mich dennoch entscheiden, welche Seite nass und welche trocken bleiben sollte. Um dem Regen zu entkommen hab ich mich dann nach einer Viertelstunde unter dem Vordach eines Tempels gesetzt und gewartet.

Den Tempel umströmten zu diesem Zeitpuntk eine Unzahl von kleinen Kindern und ganzen Klassenverbänden. Ein wunderbares Schauspiel. Besonders kleine Jungs sind immer hellauf begeistert, wenn Sie durch die vielen Pfützen stapfen. Interessant ist auch, dass man als Europäer bzw. erkennbar nicht mongoloider Mensch gern auch mal mit füchzigtausendmaligem "Hello" gegrüßt wird. Ich kannte das bis dato nicht und war einfach nur vergnügt. Zweimal jedoch konnte ich mich etwas älteren Mädchen kurz auf englisch unterhalten und wurde dann gefragt, ob ich meinen Namen auf einen Zettel schreiben könne. Ein Autogramm!!! Wofür???? Keine Ahnung, aber ... ein Autogramm!!! Nein ehrlich, es ist eine sehr bizarre Situation seinen eigenen Namen auf einem knallgelben Stück Blatt Papier zu schreiben und es dann zwei wild kichernden kleinen Mädchen zu überlassen. Unvergesslich.

Nachdem der Regen aufgehört hatte bin ich dann der Route durch den Park gefolgt und habe mir weitere Tempel angeschaut und die vielen Rehe und Hirsche, die in Nara frei rumlaufen, fotografiert und bin dem überall zu findendem Kot ausgewichen. Nara ist eine sehr schöne und grüne Stadt, dort wo die Tempel sind und nachdem ich den Regenschirm in der Touristeninformation abgegeben hatte bin ich wieder zurück zum Bahnhof und nach Kyoto.

Mehr details will ich jetzt aus Zeitgründen nicht ausplaudern und so bleibt ja auch noch was zu erzählen.

Montag, 20. April 2009

Tag 11 (20.04.2009) - Kyoto

Heute Morgen musste ich aus dem Hotel raus. Ich hab mir extra den Wecker gestellt und bin früh aufgestanden. ich glaube zum ersten Mal in diesem Urlaub. Ein gutes Ohmen???

Gegen 8 Uhr fing ich dann an sämtliche Unterkünfte, die ich mir auch leisten kann, anzurufen und gleich beim ersten hatte ich Erfolg. Ich schreibe jetzt hier aus dem "Tour Club". Ich bin mir dennoch sicher, dass ich nicht fortan einen monatlichen Beitrag zahlen muss und einen Club Ausweis habe ich auch nicht bekommen. ;o)

Das Hostel ist sehr nett. Die Hütte ist auch inzwischen gut gefüllt und ich sitze hier im Gemeinschaftsraum. Die übliche Mischung. Viele Franzosen und durchschnittlich viele spanisch oder portugiesisch sprechende Menschen.

Ich weiß nicht ob jemand aus dem deutschsprachigen Raum kommt. Ich hoffe zumindest niemand, der auf meinen Bildschirm sehen kann. Ich schlafe in einem Sechsbett Zimmmer, das jetzt gerade voll zu werden scheint. internet ist drahtlos mal wieder kostenlos und ich freu mich so sehr, dass ich mein Netbook dabei hab.

Nachdem ich hier meine Herberge bezahlt hatte, bin ich zurück zum Hotel und bin dort "ausgescheckt", hätte nicht gedacht, dass dieses Wort mal von mir geschrieben würde. Check-in hier war dann erst ab 16 Uhr und in der Zeit bis dahin hab ich dann meine Schmutzwäsche gereinigt. In Japan wäscht man scheinbar alles nur kalt und tut die Wäsche danach in den Trockner. Und das funktioniert tatsächlich. Ich müsste meine Wäsche nie mehr bügeln, wenn das auch in Deutschland so gemacht würde. Der komplette Waschgang, 500 Yen. Hey ich kam ja grad erst aus nem Hotel in dem man ein gutes Bier für 800 Yen bekommt. Was solls.

Nachdem die Wäsche fertig und zusammengelegt wieder im Rucksack verstaut war hab ich mich endlich in die Stadt stürzen können. Das Wetter heute war wunderbar kühl um das auch tatsächlich genießen zu können.

zuerst hab ich mir die Tempelanlage von Nishi Hongan ji angeschaut. Beieindruckend große Tempelgebäude mit wunderschön gestalteten Schreinen. Und überall der Geruch von Rauch von glimmenden Holzscheiten. Ein Fest für die Sinne.

Danach bin ich bis zum kulturellem Szenebezirk namens Gion und hab dort leider keine Geisha gesehen. Obwohl diese sich gerade dort hauptsächlich beobachten lassen. Die ganze Stadt macht allerdings, wenn man erst einmal aus dem Inneren ein wenig raus ist, einen ganz sympathischen Eindruck. Besonders die Parkanlage Maruyama koen war sehenswert. Mit einigen Tempelgebäuden wie man sie häfig in Kyoto sieht. Ich wünschte ich wüsste ein wenig mehr über die Tempelkultur. Ich empfinde es fast immer als langweilig diese Gebäude zum x-ten Mal anzuschauen. Doch die Geschichte, die hinter den Parkanlagen und den Tempel schlummern, sind bestimmt vergleichsweise interessant.

Ich lass jetzt mal die Beschreibung der einzelnen Orte und Sehenswürdigkeiten, da ich mir eh nicht alle Orte und Namen merken kann und doch immer noch viel zu sehr von den vielen Menschen und den Dingen die sie so tun fasziniert abgelenkt werde.

Ich hatte heute mit Sicherheit aber den schönsten Tag in Kyoto meines Lebens.

Jetzt geht es ab ins Bett, denn Morgen gehts nach Nara.

Viele Grüße
Matze

Tag 10 (19.04.2009) - Ruhetag in Kyoto

Der wohl längste Tag dieser ganzen bisherigen Reise ist der vergangene Sonntag. Eigentlich wollte ich ja Kyoto erobern und mir vor Allem ein besseres Bild von der Stadt machen. Denn das war ohne Zweifel etwas, dass ich noch nicht tun durfte.

Ich musste allerdings vorher noch eine Unterkunft finden und wollte daher früh aufstehen. Das gelang mir natürlich nicht. Das lag an den Vorhängen die eigentlich automatisch bedienbar sein sollten, tatsächlich aber nicht waren. Zumindest nicht vollständig. Denn als ich herausgefunden hatte wie man die Vorhänge vor Allem schließt ließen sich diese nicht mehr öffnen. ich hätte Sie natürlich selbst aufschieben können, aber hey, ich war in nem Hotel und wozu sind die 500 € die ich für die zwei Nächte ausgeben würde, wenn nicht für per fernbedienung steuerbare Vorhänge. Außerdem war ich zu müde und als ich dann endlich wieder aufwachte, war es schon nach 10 Uhr. Zum Glück hatte ich ja am Anfang des Urlaubs überlegt, was ich hauptsächlich möchte und so fand ich auf diesem Weg eine schnelle und angenehme Ausrede für dieses schlimme Vergehen.

Unten auf der Straße bekam ich erst einmal den totalen Wetterschock. Es war brennend heiß und die Luft war stickig und dünn. Ich wusste gleich, dass ich nicht gut darauf ansprechen würde. Nachdem ich die ersten drei Hostels besucht hatte, alle waren nicht mehr besetzt, weil ichh viel zu spät dort ankam, ließ ich mich mal wieder von einem der unzähligen getränkeautomaten, die hier an jeder Ecke stehen, zu einem kühlen Mittagsdrink verleiten. Mein Frühstück bei McDonalds stellte sich anschließend als Reinfall heraus, weil ich aus Versehen den falschen Burger (Pork Burger) bekam. Pork Burger sind igittigittigitt. Vieleicht gleich mal das Thema aufgreifend, ein paar Worte zu McDonalds in Japan. Nööööööööööööööööööööö. schmeckt alles nicht so gut wie Zuhause. Bisher waren alle Burger total versalzen und ein sog. Chaka Chaka Chicken darf ich nur ohne sog. Cheesepulver empfehlen. Die ommes sind glücklicherweise wie immer. Achja und zum Frühstück kann man sich McHotDogs bestellen. Weshalb nur zum Frühstück????? Oh, jetzt wird mir klar, warum ich beim Bäcker so oft Würstchen in Croissants sehe. Naja, das Thema mit dem Essen ist ja noch so eine Sache, die ich hier noch nicht entgültig geklärt hab.

Ich hielt es dann noch eine Stunde draußen aus ohne mich groß zu amüsieren und als mir dann auch noch einfiel, dass ja Formel 1 in China läuft, bin ich zurück ins Hotel. Mit Sonnenbrand auf der Nase. und wer das bei mir schon mal gesehen hat, der weiß, dass ich dann eh nicht mehr geesellschaftstauglich bin. ;o)

Am Abend hab ich dann den Room Service genutzt und noch 45 € für ein StückFleisch, eine ursprünglich als heiße Schokolade bestelle Ansammlung von Schokoladenstückchen und ein eiskaltes Guinnes ausgegeben. Ich nenn es einfach die Bonz-ai-phase dieses Urlaubs.

Ja und das wars für diesen Tag. ich hab mir noch den ganzen Abend Friends Folgen auf Youtube angeschaut ... öhm ... spannend, was?!

Ciao.

Tag 9 (18.04.2009) - von Takayama nach Kyoto

Die Nacht hatte ich versucht viel zu schlafen und wieder schnell gesund zu werden. Leider hat das aber bis zum morgen nicht wirklich gut geklappt. Ich denke, dass ich aber noch immer Schwierigkeiten mit der Zeitumstellung hatte. Diese Müdigkeit kam mitten am Tag und ging dann manchmal einfach wieder weg. Vom Rücken her ging es wieder einigermaßen.

An diesem Tag wollte ich nach Kyoto. Die Sitzplatzreservierungen hatte ich schon tags zuvor besorgt. Vorher wollte ich mir aber noch unbedingt Hid no sato anschauen. Ein Museumsdorf in dem alte Häuser und Lebensweisen aus dieser Region Japans gezeigt werden.

Nach Hida no sato gelangt man mit dem Bus vom Takayama no eki oder wie man das sonst so ausdrückt: Vom Bahnhof von Takayama. Der Bus war außer von mir nur noch mit zwei schweizer Familien besetzt. Komisch mal wieder ein wenig deutsche Sprache zu hören. Obwohl die letzten Gespräche mit dem Hamburger ja noch nicht so lang zurücklagen.

In Hida no sato angekommen ist man erst einmal überwältigt von der Landschaft, die man am fernen Horizont begutachten darf. Schnee bedeckte Berge hinter malerisch grüner Alpenlandschaft. Sehr schön. Im Dorf sellbst beschlich mich sofort wieder das Gefühl des Theaters. Hier standen zwar sehr schöne alte Häuser, aber wiederum war viel offensichtlich künstlich drum herum angelegt. Ich mag das überhaupt nicht, wennn man klar merkt, dass es nur ums Geld machen geht. Dennoch fand ich es sehr beeindruckend in die Häuse zu gehen und mir vorzustellen, wie die Menschen vor einigen hundert Jahren dort gelebt haben müssen. In den Häusern musste man sich die Schuhe ausziehen, was mir immer wieder eine Freude war. Denn mein Rücken meldete sich bei jeder Gelegenheit. Trotzdem nutze ich die Zeit die ich hatte voll aus und wählte sogar die längste Route durchs Dorf. Ja, die Japaner und ihre "bleiben-sie-auf-dem-Weg"-Masche. Ich musste allerdings feststellen, dass ich fast der einzige war, der sich streng daran hielt. Naja, es ist entspannter, wenn man nicht soviel nachdenken muss. ;o)

Nach einer Stunde und dreißig Minuten war dann das kurze Schauspiel für mich schon wieder vorbei. Denn ich musste dringend zum tempel zurück und dann zum Bahnhof um meinen zug zu kriegen.

Die Zugfahrt nach Nagoya war wieder atemberaubend. Die Landschaft erinnert mich immer wieder an Norwegen wegen der bewegenden Landschaft wegen. Auf der Hinfahrt hieß es, ein Teil der Landschaft wird auch "Japanisches Rheintal" genannt, weil es angeblich ganauso aussehen soll wie die Landschaft am Rhein in Europa. Naja, am Ende der Welt kann man wohl jedem alles erzählen. Wer kann das schon überprüfen. ;o)

In Nagoya hatte ich 10 Minuten Aufenthalt. Keine Zeit also sich die Stadt anzuschauen, aber nach ein paar Städten merkt man irgendiwe eh keine großen Unterschied zwischen japanischen Städten. zumindest auf den ersten Blick. Was ich jedoch sehr bemerkenswert finde, ist, dass ich es ohne große Schwierigkeiten hin bekam den richtigen Bahnsteig zu finden. Hätte mein Rücken nicht geschmerzt oder hätte dort nicht mein Rucksack gesessen, wäre ich wohl in die Versuchung gekommen mir selbst auf die Schulter zu klopfen.

So und jetzt Kyoto. Ich mochte Kyoto nicht, soviell kann ich schon mal sagen. Kyoto ist unfreundlich und voll. Quasi voll unfreundlich. Man bekommt auch keine Unterkunft wenn man gegen 16 Uhr Nachmittags dort eintrifft. Ein Hotel kann man auch fast vergessen, weil niemand englisch spricht und wenn es zu kompliziert wird etwas zu erklären, dann schickt man die potentiellen Gäste zunächst einfach zu einem anderen Hotel und sagt dort sind noch Zimmer frei, schickt sie dann wieder in das gleiche Hotel zurück, weil ja da noch Zimmer frei sind und wenn man dann nicht mehr weiter weiß mit dem Gast, nachdem man gerade gesagt hat, dass man ein Zimmer in einem weiteren Hotel für besagten Gast reserviert hat, dann sagt man einfach man spräche kein englisch und außerdem wäre eh nirgendwo mehr irgendein Zimmer frei.

Zwischendurch bin ich mit meinem Rucksack durch halb Kyoto gelaufen und hab Ryokans, Youth Hostels und Guest Houses abgegrast und kein Zimmer bekommen. Als ich dann gegen 18 Uhr keinen Bock mehr hatte, bin ich einfach ins Grandvia Hotel am Bahnhof einmarschiert und hab mir einfach ein Zimmer geben lassen. Ich sag nicht wieviel ich für die zwei Nächte bezahle, aber es ist ein dramatischer Einschnitt in meine Reisekasse.

Den Rest des Abends habe ich mit Fernsehen und Lesen verbracht. Ab und zu die per Fernbedienung zu steuernden Gardinen und Vorhänge auf und zu gemacht und den Room Service genossen. Balsam auf meine geschundene Seele sag ich nur.

Tag 8 (17.04.2009) - Takayama

Leider habe ich die erste Nacht im Tempel nicht vollkommen unbeschadet überstanden und mir irgendwie den Rücken verkühlt. Das hat mich ganz schön umgehauen und ich wäre wohl den ganzen Tag im Bett geblieben, wenn das nicht bedeutet hätte weitere Zeit im sehr kühlen Tempelinneren zu verbringen.

Also hab ich mich mit übelsten Rückenschmerzen aus dem Haus geschmissen und bin gefühlt Japan einmal rauf und einmal runter gelaufen. In Wirklichkeit jedoch habe ich die sog. "Morning Markets" von Takayama besucht und bin auf dem Higashiyama "Walking Course" ein großes Stück am Rand von Takayama gelaufen. Das Wetter war herrlich. Die Temperaturen angenehm warm. Und ich allein auf weiter Flur mitten in den japanischen Alpen, ächszend und stöhnend. Die Wegstrecke ist eigentlich mit ca. 2 Stunden Laufen beschrieben, doch ich hab eigentlich fast den ganzen Tag damit zugebracht.

Auf dem Weg selbst ging es direkt durch Tempelanlagen, vorbei an gut und weniger gut gepflegten Gärten mit kleinen und riesengroßen Schreinen sowie kleinen und großen Gebetsglocken. Der Weg war etwas seltsam gestrickt, sodass ich mir manchmal etwas seltsam vorkam, wenn ich eine Treppe hinabstieg um dann 5 Meter weiter eine Treppe wieder hoch zu gehen. Aber das ist halt auch typisch japanisch. Es ist immer wichtig, dass man sich genau an die Route hält. Würde man das nicht machen, würde bei der Masse an Menschen die tagtäglich mit Bussen anlanden und wieder abtransportiert werden bald das Chaos ausbrechen. Außerdem kommt mann nur so an jeder kleinen "bitte-spenden"- und "bitte-Geld-für-Schnick-Schnack-ausgeben"-Möglichkeit vorbei. Ich habe noch kein Geld für sowas ausgegeben, dafür aber auch vermieden Fotos von betenden Menschen und Nahaufnahmen von Gebetsstätten zu machen.

Ziemlich zum Ende des Weges musste ich durch den Shiroyama Park. Der besteht hauptsächlich aus Wegen und Bäumen, die gefühlt nie gerade verlaufen. Wieder sehr schöne Tempelanlagen auf dem Weg und viele kleine Kinder einer indergartengruppe, die alle die gleichen Sachen anhatten. Blaue kleine Jacken mit knallgelben kleinen Hüten. Und das alles inmitten des Waldes, ein wunderbares Bild. Etwas seltsam war nur das Verhalten der Erzieherinnen, die die Kinder ständig die Richtung um 180° wechseln ließen, ohne dass der Weg an der jeweiligen Stelle ein Ende fand. Man muss sich das so vorstellen, dass eine lange Raupe mit kleinen blauen Füßen und knallgelbem Rücken den Berg hinauf klettert und mitten auf dem Weg umdreht, den Berg wieder runter huscht und dann wieder den Berg den gleichen Weg hinauf geht. Ich weiß zwar, dass Japan nicht viel Landfläche besitzt, aber dass die armen Kinder gleich so sehr darunter leiden müssen. Sehr schön war übrigens auch, wie sich eine Erzieherin, die immer am Wendepunkt der Schlange stand alle Kinder abgeklatscht hat.

Am Ende meines Weges fand ich dann eine Bank in einer Parkanlage, auf die ich mich einfach nur hinlegen musste und sofort eingeschlafen bin. ich weiß nicht wie lange ich geschlafen hab, aber ich war sehr hungrig, als ich wieder aufwachte. In diesem Moment habe ich mich dann endlich an japanisches Essen gewagt. Yakitori. Yakitori sind im Allgemeinen kleine Spieße, die mit allem Möglichen bestückt werden. In diesem Fall mit zartem Hünchenfleich. Dazu gabs nichts, aber das gehört so zu japanischen Mahlzeit. Heute (20.04.2009) habe ich mir im Hotel ein Hamburger Pork Steak bestellt und genau das bekommen. Oder nein, es war eine Boulette mit nichts.
Die Spieße jedenfalls waren sehr lecker.

Nach dem Essen habe ich noch ein japanische Sätze gebüffelt und dem Gastwirt auf japanisch vorgeschwärmt wie lecker das war und bin dann runter in die alte Stadt. Die alte Stadt zeichnet sich vor allen Dingen dadurch aus, dass die Häuser alle gleich (alt) aussehen und man sich überall den Kopf stößt. Ich mit meinem Rücken hatte so meine Probleme mich überall beim Eintreten runterzubeugen, aber ich habs gewagt und wunderschöne Porzellankreationen und Webkunst gesehen. Dann wollte ich eigentlich Sake kosten, es gab irgendetwas zum Kosten, aber es stellt sich als das ekelhafteste raus, das ich je in meinem Mund hatte. Miso oder Mizu. Ich hab versucht es rauszubekommen, aber ich bin mir nicht sicher was die tranich übersalzene Flüssigkeit gewesen ist. Den Sake hätte ich gern gekauft, aber dieser muss kühl gehalten werden und das schaffe ich leider nicht auf meiner Reise und besonders während dem Rückflug. Ich werde versuchen wenigstens einmal zu kosten.

Damit endet eigentlich dieser Tag, denn am Abend konnte ich dann wirklich nicht mehr. Ich hab mich in den tempel verkrochen und alle Heizstrahler angemacht, die im Zimmer zu finden waren. Im Nachhinein denke ich, dass das gut war und dass ich deshalb wieder relativ schnell fit geworden bin.

Donnerstag, 16. April 2009

Tag 6 & 7 (15. & 16.04.2009) - Tokyo, von Tokyo nach Takayama

Hallo aus Takayama

Es ist schon wieder ein Tag vorüber von dieser großartigen Reise.

Ich befinde mich gerade liegend auf Tatami Matten, einem Futonbett darüber und das ganze innerhalb eines japanischen Tempels. Ich kann glaub ich heute Nacht nicht schlafen, so cool find ich das.

Aber ich versuch das mal chronologisch zu erzählen.

Vorgestern ist in Tokyo ein Hamburger aufgetaucht, der auch schon in Takayama gewesen ist und der hat mir von diesem Tempel erzählt. Gestern wollte ich eigentlich mit ihm durch Tokyo ziehen, aber Hamburger schlafen für gewöhnlich länger, wenn Sie die ganze Nacht mit Franzosen im Gemeinschaftsraum hocken und lachen und singen und was weiß ich nicht alles, weil ich ja geschlafen hab.

Also bin ich gestern allein in Ikebukuro und Shinjuku gewesen. Diese Stadt raubt einem einfach den Atem. Teils wegen der furchtbar stickigen Luft und zum Großteil einfach wegen der Größe und Vielfältigkeit der ganzen Stadt.

In Ikebukuro bin ich 240 Meter über Tokyo aus einem Fahrstuhl des Sunshine 60 Skyscrapers ausgestiegen und hab mir die Stadt endlich einmal von weiter oben anschauen können. Atemberaubend! Innerhalb der Sunshine City konnte man herrlich shoppen, was ich natürlich vermieden habe. Aber auch außerhalb des Gebäudekomplexes fanden sich viele DVD und Animate Shops sowie riesige Spielhallen und Book off Shops. Ich wollte ja eigentlich nicht shoppen, aber die Japaner haben eine regelrechte Shoppingkultur, die ich nicht verpassen wollte. Gekauft habe ich bis dato übrigens noch nichts und das ist in Tokyo furchtbar, furchtbar schwer. Ich bin stolz auf mich.

Danach gings wie gesagt nach Shinjuku. Bin aus dem Bahnhof gleich mal in den Red Light District gefallen. War aber nett. Mehr sag ich nicht. Die ganze Gegend wird ja gern als kleines Tokyo beschrieben, weil man hier wohl alles finden kann, was Tokyo ausmacht. Ich weiß nur, dass Tokyo unglaublich schwer in Worte zu fassen ist. Es gibt alles und nichts, legales und absolut illegales, Sauberkeit und Dreck, Ordnung und Chaos sowie alles kleine und alles große. Ich weiß nicht genau wo Shinjuku dort reinpasst, aber ich hab dort die wohl längste Rolltreppe ever gesehen und die wohl dichteste Ansammlung von Kinos auf der ganzen Welt.

Leider hat es mich dann am Abend erwischt. Offenbar war ich zu lange in der prallen Sonne und so musste ich mich am Abend früh zu Bett begeben. Kurz vorher konnte ich noch meine letzten Geldprobleme entgültig lösen und dann war heute.

Heute bin ich früh aus dem Bett und gleich zum Bahnhof Tokyo. Ich find ja Subway fahren in Tokyo inzwischen richtig klasse, aber das kann man nur verstehen, wenn man es selber einmal getan hat.

Mit dem Shinkansen bin ich innerhalb von 2 Stunden in Nagoya gewesen. Auch Shinkansen fahren macht Spaß, denn Shinkansen sind ordentlich, sauber, bequem, bieten viel Beinfreiheit und sie sind obendrein noch wahnsinnig schnell. 280 km/h! Und man merkt nichts davon.

Von Nagoya aus, Aufenthalt war zu kurz um mir die viertgrößte Stadt Japans anzuschauen, gings mit nem Ltd. Express nach Takayama. Mitten durch die japanischen Alpen. Eine wunderschöne Strecke, die ich in vielen Bildern festhalten konnte. In Takayama angekommen bin ich gleich zum Tempel, der nur 5 Minuten vom Bahnhof entfernt liegt. Glücklicherweise habe ich noch einen Raum bekommen und der ist echt ein Traum. Tatami Matten, Futon Bett, keine Schuhe anhaben dürfen. Ich schwebe vor Glück. Da es noch etwas früh war, um schon gleich mit dem "Auf-dem-genialen-Futonbett-schlafen" zu beginnen, hab ich noch einen kurzen Streifzug durch die Stadt unternommen. Mir wieder ein paar lustige Leckereien in dem letzten noch offenen Supermarkt gekauft und bin dann an einer sehr wunderschönen Szene vorbeigekommen, die ich zunächst nur kurz fotografieren wollte. Ein Fluß, darüber eine leuchtend rote Holzbrücke. An der linken Uferseite tief hängende kräftig blühende Kirschbäume und auf der rechten Seite alte japanische Holzhäuser. Ich hab mich dann direkt ans Ufer gesetzt und Langzeitbelichtungen für ca. ne Stunde gemacht, dabei Enten gefüttert und einfach meinen Urlaub genossen.

Als es dann zu dunkel wurde, bin ich zurück zum Tempel und habe meine Pläne für morgen gemacht. Dann noch ein paar Zimmernachbarn und Nachbarinnen kennengelernt und liege jetzt hier vermutlich noch als letzter wach und schreibe diesen Text zuende. Woher ich weiß, dass ich womöglich der letzte wache hier bin? Dieser Tempel hat zum Großteil Papierwände.

Ich bitte die Rechtschreibfehler zu entschuldigen, aber ich habe jetzt nicht mehr die Muße, den Text noch einmal zu überprüfen.

O Yasuminasai aus Takayama
Matze

Dienstag, 14. April 2009

Tag 4 & 5 (13. & 14.04.2009) - Tokyo

Tag 4 liefere ich jetzt nach, weil im Grunde genommen nichts passiert ist. Das einzige, was ich gestern getan habe, ist eine große Runde im Block zu drehen und Fotos zu machen. Ich war doch sehr demotiviert, da auch gestern kein geld zu bekommen war. Zumindest hab ich das gedacht.

An Tag 5 nämlich, also heute, hab ich es endlich geschafft. Nachdem es schlecht anfing, ich habs bei einer Citibank Filiale versucht und dort hat es nicht funktioniert, bin ich an die VISA Vertretung in GINZA verwiesen worden. Dort hab ich dann im zweiten Anlauf mein Geld bekommen. Alles prima also.

Danach hab ich mich dann gleich auf den Weg Richtung Imperial Palace gemacht und war überhaupt den ganzen Tag unterwegs. Der Eastern Garden des Imperial Palace war wunderschön und hätte es nicht angefangen zu regnen, wäre ich auch länger dort geblieben. So hab ich mich dann in Richtung Meiji University aufgemacht und bin gleich mal in Tolly's Coffee verschwunden. Nach einer kurzen Pause mit sehr leckerer Scholade "Grande" und ner Hot Dog ähnlichem Mahlzeit gings weiter Richtung Meiji University, vorbei am "Bad Ass" Coffee, durch das Viertel, indem es ausschließlich Musikgeräte zu kaufen gab, vorbei am Ärzte- und Krankenhausviertel, weiter an der russischen "Nicholai Cathedral" vorbei, zum Kanda Myojin und schließlich bis nach Akihabara. Und Akihabara muss man einfach gesehen haben, denn beschreiben lässt sich nicht so einfach was dieses Viertel ausmacht. Hier gibt es wirklich alles was man sich an Elektrogeräten, Videospielen, Filmen und sammelbaren Dingen vorstellen kann. Einfach unglaublich. Leider sind die Preise nicht geringer als in Deutschland und nur wenige Dinge überhaupt englisch beschrieben. Aber wie alles was ich bisher in Tokyo gesehen habe natürlich knallbunt und überladen mit Krimskrams und Werbebotschaften.

Ich werde jetzt nicht weiter erzählen, was man dort alles finden konnte. Das würde ich heute nicht mehr schaffen, aber ich will auf jeden Fall noch einmal hin und mich genauer umschauen.

ch habe heute meinen Aufenthalt in Tokyo verlängert. Werde also morgen noch den ganzen Tag in Tokyo sein. Dann kann ich wenigstens noch eiin wenig verlorene Zeit aufholen und mir ein paar andere schöne Ecken anschauen. Ich bin schon gespannt.

Jetzt gibts noch ein paar ausgewählte Fotos und dann morgen wieder was zu lesen.

Viele Grüße
Matze (der jetzt endlich Urlaub machen darf ;o)

Sonntag, 12. April 2009

Tag 2 1/2 (12.04.2009)

Leider läuft hier nichts wie gewollt.

Ich hatte zwar heute schon ein paar schöne Einblicke in diese fremde Kultur, aber mein Geldproblem konnte ich noch immer nicht lösen. ich hätte mir doch vorher ein paar Einblicke verschaffen sollen, denn Kreditkarte ist hier nicht gleich Kreditkarte. Offenbar gibt es nur ausgewählte Automaten an denen man Geld abheben kann. Es ist einfach grausam. Aber ich kanns momentan nicht ändern, da heute zum Glück auch noch Sonntag ist.

Ich hab mir dafür aber heute mal den Stadtteil Asakusa angeschaut. Zumindest den Teil, der für Touristen spannend zu sein scheint. Denn in Tokyo einen Stadtteil anzuschauen, geht nicht mal eben so. Ich weiß noch wie ich das erste Mal dachte wie schmal der hier angrenzende Fluss / Kanal ist und als ich heute dort war schien mir nichts mehr schmal.

Ich muss aber gestehen, dass ich mich in diese Stadt auf keinen Fall werde verlieben können, denn mir ists zu laut und zu eng. Die Menschen hier sind super freundlich auch wenn sie keine Rücksicht darauf nehmen wo sie hinlaufen oder -fahren. Heute haben mich zwei Teenager angesprochen. Sie haben mich gefragt, ob ich ein wenig mit Ihnen Englisch sprechen könnte, da sie Englischunterricht in der Schule haben, aber keine richtige Zeit finden miteinander Englisch zu sprechen. Sie wollten mir dafür die Stadt zeigen. Ich wusste nicht so recht wie ich darauf antworten sollte. Schließlich ist mein Englisch ja nicht gerade der Burner*. Da sie mir nicht weiterhelfen konnten, was eine VISA taugliche Bank angeht, habe ich mich nach kurzer Erklärung verneigt und Sayonara gesagt. Die Idee der beiden fand ich auf jeden Fall genial. Vielleicht laufe ich morgen noch einmal vorbei, ohne Geldsorgen und lasse mich führen. Aber morgen ist Montag. Wird wohl nix.

Ich hab jetzt noch einmal mit meinen Zimmergenossen gesprochen. Offenbar bin ich nicht der Einzige mit Problemen am Geldautomaten. Hier haben wohl alle das sonderbare Verhalten kennengelernt. Kreditkarten funktionieren wohl in 1 von 10 Fällen. Dickes Minus für Japan.

Ich werde jetzt einfach nicht darüber nachdenken und morgen noch einmal versuchen an Geld zu kommen.

In Asakusa gibt es einen Schrein und viele kleine Geschäfte. Wobei hier alles klein ist und und mit klein also "noch kleiner" gemeint ist. Ich kann hier an jeder Eingangstür stecken bleiben. Die Japaner dagegen haben keine Problem. Ein Vorteil allerdings ist, dass ich problemlos Fotos machen kann, ohne dass mir Leute vor die Kamera laufen. Um Menschen zu fotografieren müsste ich sogar nach unter schauen ;o) ... nein, aber hier ist wirklich alles klein was laufen kann.

Der Schrein jedenfalls ist nicht klein. Sehr beeindruckend groß sogar. Japaner und interessierte zahlen 100 yen um an Blechbüchsen zu rütteln. Aus diesen fischen Sie dann Bleistift ähnliche Gegenstände auf denen wiederum Schriftzeichen zu finden sind. Diese weisen auf eine Schublade hin, aus der man sich so etwas wie ein Formular nimmt. Auf diesem muss dann irgendetwas tolles stehen. Denn jeder war amüsiert was dort zu lesen war. Ich habs nicht ausprobiert und mich auch nicht an jemanden gewand, der mir das erklären könnte. Da ich an solchen Horoskop- und anderen Glückskram nicht glaube. Überhaupt scheint der Besuch eines Schreins zum Großteil mit dem Ausgeben von Geld zu tun zu haben. Überall wurde ein 100 Yen Stück eingeschmissen oder noch aus der dritten Reihe geworfen. Dafür war Fotos machen vollkommen gratis.

Leider sind die Kirschblüten jetzt doch schon fast gänzlich vom Baum runtergefallen. Hätte das mit dem Geld gleich geklappt und wäre ich am ersten Tag nicht so müde gewesen, hätte ich bestimmt noch mehr sehen können. Bisher klappt hier also nicht wirklich viel von dem was ich mir vorgenommen habe. Bloß gut, dass ich eine Unterkunft habe, die ich illustrer Weise mit meiner Kreditkarte bezahlen kann.

Wenn ich Morgen endlich mein Geld bekommen sollte, dann werde ich mich nach GINZA aufmachen und auch noch den Imperial Palace anschauen. Meine Unterkunft für die letzten Tage vor meiner Abreise werde ich auch versuchen hier zu halten, denn eines habe ich doch in dieser großen Stadt zu schätzen gelernt: Dass der Internetzugang im Sakura Hostel vollkommen kostenlos ist.



*ein sonst von mir nicht verwendetes Wort, aber ich habs jetzt einmal probiert, werde es nun aber nicht mehr verwenden, da es nicht eben der Burner ist. ;o)

Samstag, 11. April 2009

Mitten in der Nacht

Jetzt ists ungefähr halb 11 hier und in Deutschland 15.30 Uhr und ich bin gerade aufgewacht. Ich habe das Gefühl, dass ich momentan gut in die Zeitzone um Nordamerike passse, aber nicht hierher.

Ich werde jetzt versuchen duschen zu gehen und dann noch bis morgen früh zu schlafen. das Zimmer ist heute Abend voll. Zwei Buben aus Kanada die offenbar versuchen alles mögliche zu essen, was sie nicht kennen. Ich darf mitessen oder -kosten und mache auf diesem Weg meine ersten Erfahrungen mit Kitkat Melone und grüner Tee Pringles. Ich werd wohl noch eine Zeit lang brauchen all das hier zu begreifen.

Die WLAN Erreichbarkeit ist glücklicherweise auch in meinem Bett sehr gut, so dass ich dieses noch nicht einmal verlassen muss. Ich schlafe im Hochbett oben und habe ein Liveblick runter auf die Straße. Die Straße im Übrigen auch auf mich, aber das ist momentan nicht so wichtig. Im Zimmer sind zwei weitere Menschen, die ich noch nicht kenne. Allgemein hängen hier sehr viele Leute im Hostel rum. den ganzen Tag lang. Und spielen Spiele und Essen und schlafen. Aber die meisten hocken die ganze Zeit vorm Rechner. Vielleicht ist diese Stadt ja so touristenfreundlich, dass man sie sogar am Rechner erkunden kann. Ich glaube ich sollte morgen einfach losgehen und schauen wohin es mich in der Stadt spült.

Soviel also zum ersten vollständigen Tag in Tokyo.

Gute Nacht

Tag 1 u. 2 (10. u. 11.04.2009)

Hallo aus Tokyo

Einfach unglaublich dass ich wirklich hier bin. Kann meine Gefühle nur schwer in Worte fassen.

Es ist warm hier. Mir schon fast zu warm.

Der Flug nach Tokyo war in Ordnung. Vermehrt auch schön und ruhig.

Bei der Landung konnte ich leider nicht aus dem Fenster schauen, da ich die ganzen Formulare für Japan ausfüllen musste und damit einfach nicht so zurecht gekommen bin, wie ich das erwartet hab. Direkt nach der Landung sind beim Flugzeug die Bremsen ausgefallen, aber zum Glück erst, als wir schon von der Startbahn runter waren. Das hat dann auch noch mal gedauert.

Nach der Ankunft im Terminal hat aber alles geklappt. Bin jetzt also offiziell Tourist in diesem Land und ich darf alles machen. Die Tour vom Flughafen hierher in das Hostel war ein Trip den ich nicht so schnell vergessen werde. Dass ich so gut wie nichts verstehe und wirklich nicht überall englische Wörter finde, ja nicht mal in romanischen Lettern geschriebene Hinweise macht mir das navigieren sehr sehr schwer. Ich hab mich mit durchfragen und helfen lassen hierher gelotst. Und jetzt bin ich viel zu früh dran, aber ich fühle mich vollkommen ausgelaugt. Ich hab im Flugzeug nicht wirklich geschlafen oder schlafen können.

Und die Rechneruhr zeigt auch noch 4:59 Uhr an. So wie ich mich gerade auch fühle eben.

Ich werde jetzt die Wartezeit überbrücken und was zu trinken besorgen. Sobald ich im Zimmer bin mach ich nix mehr. Ich plane vielleicht noch den morgigen Tag, aber mehr ist einfach nicht mehr drinne.

Vielleicht noch ein paar Erlebnisse bevor ich sie evtl. wieder vergesse. Also die Berichte stimmen. Die Japaner sind unheimlich krass was Dienstleistung angeht. Nicht zu letzt deswegen war es mir möglich überhaupt zum Hostel zu finden. An den Bahnsteigen stehen mindestens fünf Aufpasser, die einem sogar sagen, dass man noch nicht einsteigen soll, weil der Zug noch gereinigt wird. Die immer gleich eine Antwort hatten ohne, dass Sie bei jemand anderem nachfragen mussten. Einfach genial. Auf den Bahnhöfen geht es denn auch weiter. Es gibt wie im Vergnügungspark Zäune wo man nicht einsteigen kann und immer wird auf dem Boden eine Warteschlangenlinie angezeigt, damit man auch ja weiß, wo man sich anstellen muss um gleich einsteigen zu können.

Die Polizisten sind so zahlreich hier, dass Sie beim rum stehen genügend Zeit haben alle abgestellten Fahrräder haargenau parallel aufzustellen. Leider merkt man, dass hier alle ein wenig kleiner sind. Die U-Bahnen hängen ab 1,75 m alle mit Papierwerbung voll. Und dann musst ich noch schauen, dass ich die richtigen Stationen zum aussteigen finde. Dann haben die Bahnhöfe auch immer 4 bis 5 Etagen. Alles etwas anders als wie man es irgendwoher kennt.

Die Kirschblüten sind noch nicht ganz soweit wie befürchtet, aber schon überall zu sehen. Unglaublich, denn auch in jedem Waldstück dass ich vom Zug aus gesehen hab und in jedem Hintergarten der Häuser (die die welche haben) stehen Kirschbäume. Der Railpass ist eine gute Anschaffung, auch wenn man in Tokyo selber leider nicht alle Bahnen benutzen darf. Aber Fahrpreise von um die 200 Yen sind erträglich. Und jetzt wo ich hier bin will ich eigentlich schnell wieder raus aus Tokyo. Das wird sonst kein Urlaub, sondern ein Abenteuer. Während dem Flug hab ich noch mal überlegt, welche Prioritäten ich bei diesem Urlaub setzen will und Erholung stand am Ende ganz oben.

So ich mach mich mal auf um ein paar Fotos zu machen. Muss ja am ersten tag wenigsten was zählbares bei rauskommen.

Die die ich bis jetzt schon gemacht hab werd ich gleich mal hochladen.

Viele Grüße
Matze

Donnerstag, 2. April 2009

Reiseroute

Ich habe jetzt einigermaßen einen Plan erstellt wohin es inerhalb Japans gehen soll:

Tokyo (Anreise, 3-4 Tage)
Takayama (2 Tage)
Kyoto / Nara (3 Tage)
Fukuoka (1 Tag)
Nagasaki (2 Tage)
Beppu (2 Tage)
Hiroshima (2 Tage)
Okayama / Shikoku (2-3 Tage)
Himeji (1 Tag)
Tokyo (Abreise)

Ich weiß nicht, ob ich diese Reihenfolge einhalten werde, aber im Grunde genommen soll mein Urlaub so strukturiert ablaufen ;o)

Dienstag, 31. März 2009

Kameravorbereitungen

Guten Morgen

Ich habe beschlossen den heutigen Tag meiner Vorbereitung in Sachen Kamera und Fotoausrüstung zu widmen. Neben der Arbeit werde ich also folgendes tun:

  • Kamera säubern
  • Ersatzakkus kaufen
  • Ersatz SD Karte kaufen
  • Reinigungsset besorgen
  • Kameratasche aufräumen
  • Kartenlesegerät überprüfen
  • Akkuladegerät überprüfen
  • Stromanschluss für jap. Steckdosen finden
Folgeaufgabe in der ganzen Woche:
  • Fotografieren (üben, üben, üben)
Optional:
  • Ersatzkamera (kompakt) besorgen
Auf geht's. ;o)

Bammel ...

hab ich heut zum ersten Mal bekommen. Bammel vor dem was mich erwartet.

Jetzt sind es nur noch 11 Tage und ich kann kein Japanisch, hab meine Tasche noch nicht gepackt und weiß garnicht wann ich alles für meine Reise vorbereiten soll.

Mein Rucksack ist zu klein für drei Wochen und Souvenirwünsche. Aber einen großeren kann ich mir auch grad nicht leisten. In Japan viel einkaufen würde meine Reisekasse vermutlich auch relativ schnell leeren.

Und ich weiß noch nicht mal wann ich wo was machen will. Das Einzige was ich sicher weiß, ist dass ich am 10.04. losfliege (Wann weiß ich auch grad noch nicht) und dass ich die ersten Tage in einem Youth Hostel verbringen werde. Die Wegbeschreibung fehlt mir zwar auch noch, aber die hab ich mir wenigstens schon einmal angesehen, irgendwann vor Wochen. Der Rückflug ist natürlich auch klar. Genau zu Beginn der sog. Goldenen Woche. Das wird bestimmt ein Abenteuer.

Dann woollte ich heute in der Mittagspause japanisch essen und die Speisekarte wwar nicht gerade verlockend. Ich werde wohl oder übel einmal in den sauren Apfel bzw. Fisch beißen müssen, damit ich weiß was mich erwartet.

Aber das ist es ja, ich weiß momentan nichht was mich erwartet und das fühlt sich irgendwie wunderbar und spannend an, aber Bammel hab ich dennoch.

Sonntag, 29. März 2009

Ich bin verurlaubt

Lange schon plane ich eine Reise die mir am Herzen liegt und bald, bald ist es soweit.

Ich fahr gen Nihon.
Nihon, das ist ein asiatisches Land kurz vor der Küste Chinas. Nihon, ja das ist Japan.

Ich würde mich nicht als Blogger bezeichen, versuche aber immer wieder, wie beim Tagebuch schreiben, damit anzufangen möglichst lange nicht aufzuhören. Da ich nicht weiß, wieviel Gelegenheit ich haben werde in Japan (und besonders in der Zeit davor) ins Internet zu kommen, weiß ich auch nicht wieviele Erlebnisse ich hier in diesem Blog festhalten werde können.

Ich werde also versuchen die nächsten Tage und damit die Zeit vor der Reise festzuhalten und meine Reisevorbereitungen ordnungsgemäß zu dokumentieren.

Ich wünsche jedem der über diesen Blog stolpert viel vergnügen beim lesen.

Peter