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Montag, 20. April 2009

Tag 11 (20.04.2009) - Kyoto

Heute Morgen musste ich aus dem Hotel raus. Ich hab mir extra den Wecker gestellt und bin früh aufgestanden. ich glaube zum ersten Mal in diesem Urlaub. Ein gutes Ohmen???

Gegen 8 Uhr fing ich dann an sämtliche Unterkünfte, die ich mir auch leisten kann, anzurufen und gleich beim ersten hatte ich Erfolg. Ich schreibe jetzt hier aus dem "Tour Club". Ich bin mir dennoch sicher, dass ich nicht fortan einen monatlichen Beitrag zahlen muss und einen Club Ausweis habe ich auch nicht bekommen. ;o)

Das Hostel ist sehr nett. Die Hütte ist auch inzwischen gut gefüllt und ich sitze hier im Gemeinschaftsraum. Die übliche Mischung. Viele Franzosen und durchschnittlich viele spanisch oder portugiesisch sprechende Menschen.

Ich weiß nicht ob jemand aus dem deutschsprachigen Raum kommt. Ich hoffe zumindest niemand, der auf meinen Bildschirm sehen kann. Ich schlafe in einem Sechsbett Zimmmer, das jetzt gerade voll zu werden scheint. internet ist drahtlos mal wieder kostenlos und ich freu mich so sehr, dass ich mein Netbook dabei hab.

Nachdem ich hier meine Herberge bezahlt hatte, bin ich zurück zum Hotel und bin dort "ausgescheckt", hätte nicht gedacht, dass dieses Wort mal von mir geschrieben würde. Check-in hier war dann erst ab 16 Uhr und in der Zeit bis dahin hab ich dann meine Schmutzwäsche gereinigt. In Japan wäscht man scheinbar alles nur kalt und tut die Wäsche danach in den Trockner. Und das funktioniert tatsächlich. Ich müsste meine Wäsche nie mehr bügeln, wenn das auch in Deutschland so gemacht würde. Der komplette Waschgang, 500 Yen. Hey ich kam ja grad erst aus nem Hotel in dem man ein gutes Bier für 800 Yen bekommt. Was solls.

Nachdem die Wäsche fertig und zusammengelegt wieder im Rucksack verstaut war hab ich mich endlich in die Stadt stürzen können. Das Wetter heute war wunderbar kühl um das auch tatsächlich genießen zu können.

zuerst hab ich mir die Tempelanlage von Nishi Hongan ji angeschaut. Beieindruckend große Tempelgebäude mit wunderschön gestalteten Schreinen. Und überall der Geruch von Rauch von glimmenden Holzscheiten. Ein Fest für die Sinne.

Danach bin ich bis zum kulturellem Szenebezirk namens Gion und hab dort leider keine Geisha gesehen. Obwohl diese sich gerade dort hauptsächlich beobachten lassen. Die ganze Stadt macht allerdings, wenn man erst einmal aus dem Inneren ein wenig raus ist, einen ganz sympathischen Eindruck. Besonders die Parkanlage Maruyama koen war sehenswert. Mit einigen Tempelgebäuden wie man sie häfig in Kyoto sieht. Ich wünschte ich wüsste ein wenig mehr über die Tempelkultur. Ich empfinde es fast immer als langweilig diese Gebäude zum x-ten Mal anzuschauen. Doch die Geschichte, die hinter den Parkanlagen und den Tempel schlummern, sind bestimmt vergleichsweise interessant.

Ich lass jetzt mal die Beschreibung der einzelnen Orte und Sehenswürdigkeiten, da ich mir eh nicht alle Orte und Namen merken kann und doch immer noch viel zu sehr von den vielen Menschen und den Dingen die sie so tun fasziniert abgelenkt werde.

Ich hatte heute mit Sicherheit aber den schönsten Tag in Kyoto meines Lebens.

Jetzt geht es ab ins Bett, denn Morgen gehts nach Nara.

Viele Grüße
Matze