Heute Morgen musste ich aus dem Hotel raus. Ich hab mir extra den Wecker gestellt und bin früh aufgestanden. ich glaube zum ersten Mal in diesem Urlaub. Ein gutes Ohmen???
Gegen 8 Uhr fing ich dann an sämtliche Unterkünfte, die ich mir auch leisten kann, anzurufen und gleich beim ersten hatte ich Erfolg. Ich schreibe jetzt hier aus dem "Tour Club". Ich bin mir dennoch sicher, dass ich nicht fortan einen monatlichen Beitrag zahlen muss und einen Club Ausweis habe ich auch nicht bekommen. ;o)
Das Hostel ist sehr nett. Die Hütte ist auch inzwischen gut gefüllt und ich sitze hier im Gemeinschaftsraum. Die übliche Mischung. Viele Franzosen und durchschnittlich viele spanisch oder portugiesisch sprechende Menschen.
Ich weiß nicht ob jemand aus dem deutschsprachigen Raum kommt. Ich hoffe zumindest niemand, der auf meinen Bildschirm sehen kann. Ich schlafe in einem Sechsbett Zimmmer, das jetzt gerade voll zu werden scheint. internet ist drahtlos mal wieder kostenlos und ich freu mich so sehr, dass ich mein Netbook dabei hab.
Nachdem ich hier meine Herberge bezahlt hatte, bin ich zurück zum Hotel und bin dort "ausgescheckt", hätte nicht gedacht, dass dieses Wort mal von mir geschrieben würde. Check-in hier war dann erst ab 16 Uhr und in der Zeit bis dahin hab ich dann meine Schmutzwäsche gereinigt. In Japan wäscht man scheinbar alles nur kalt und tut die Wäsche danach in den Trockner. Und das funktioniert tatsächlich. Ich müsste meine Wäsche nie mehr bügeln, wenn das auch in Deutschland so gemacht würde. Der komplette Waschgang, 500 Yen. Hey ich kam ja grad erst aus nem Hotel in dem man ein gutes Bier für 800 Yen bekommt. Was solls.
Nachdem die Wäsche fertig und zusammengelegt wieder im Rucksack verstaut war hab ich mich endlich in die Stadt stürzen können. Das Wetter heute war wunderbar kühl um das auch tatsächlich genießen zu können.
zuerst hab ich mir die Tempelanlage von Nishi Hongan ji angeschaut. Beieindruckend große Tempelgebäude mit wunderschön gestalteten Schreinen. Und überall der Geruch von Rauch von glimmenden Holzscheiten. Ein Fest für die Sinne.
Danach bin ich bis zum kulturellem Szenebezirk namens Gion und hab dort leider keine Geisha gesehen. Obwohl diese sich gerade dort hauptsächlich beobachten lassen. Die ganze Stadt macht allerdings, wenn man erst einmal aus dem Inneren ein wenig raus ist, einen ganz sympathischen Eindruck. Besonders die Parkanlage Maruyama koen war sehenswert. Mit einigen Tempelgebäuden wie man sie häfig in Kyoto sieht. Ich wünschte ich wüsste ein wenig mehr über die Tempelkultur. Ich empfinde es fast immer als langweilig diese Gebäude zum x-ten Mal anzuschauen. Doch die Geschichte, die hinter den Parkanlagen und den Tempel schlummern, sind bestimmt vergleichsweise interessant.
Ich lass jetzt mal die Beschreibung der einzelnen Orte und Sehenswürdigkeiten, da ich mir eh nicht alle Orte und Namen merken kann und doch immer noch viel zu sehr von den vielen Menschen und den Dingen die sie so tun fasziniert abgelenkt werde.
Ich hatte heute mit Sicherheit aber den schönsten Tag in Kyoto meines Lebens.
Jetzt geht es ab ins Bett, denn Morgen gehts nach Nara.
Viele Grüße
Matze
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Montag, 20. April 2009
Tag 10 (19.04.2009) - Ruhetag in Kyoto
Der wohl längste Tag dieser ganzen bisherigen Reise ist der vergangene Sonntag. Eigentlich wollte ich ja Kyoto erobern und mir vor Allem ein besseres Bild von der Stadt machen. Denn das war ohne Zweifel etwas, dass ich noch nicht tun durfte.
Ich musste allerdings vorher noch eine Unterkunft finden und wollte daher früh aufstehen. Das gelang mir natürlich nicht. Das lag an den Vorhängen die eigentlich automatisch bedienbar sein sollten, tatsächlich aber nicht waren. Zumindest nicht vollständig. Denn als ich herausgefunden hatte wie man die Vorhänge vor Allem schließt ließen sich diese nicht mehr öffnen. ich hätte Sie natürlich selbst aufschieben können, aber hey, ich war in nem Hotel und wozu sind die 500 € die ich für die zwei Nächte ausgeben würde, wenn nicht für per fernbedienung steuerbare Vorhänge. Außerdem war ich zu müde und als ich dann endlich wieder aufwachte, war es schon nach 10 Uhr. Zum Glück hatte ich ja am Anfang des Urlaubs überlegt, was ich hauptsächlich möchte und so fand ich auf diesem Weg eine schnelle und angenehme Ausrede für dieses schlimme Vergehen.
Unten auf der Straße bekam ich erst einmal den totalen Wetterschock. Es war brennend heiß und die Luft war stickig und dünn. Ich wusste gleich, dass ich nicht gut darauf ansprechen würde. Nachdem ich die ersten drei Hostels besucht hatte, alle waren nicht mehr besetzt, weil ichh viel zu spät dort ankam, ließ ich mich mal wieder von einem der unzähligen getränkeautomaten, die hier an jeder Ecke stehen, zu einem kühlen Mittagsdrink verleiten. Mein Frühstück bei McDonalds stellte sich anschließend als Reinfall heraus, weil ich aus Versehen den falschen Burger (Pork Burger) bekam. Pork Burger sind igittigittigitt. Vieleicht gleich mal das Thema aufgreifend, ein paar Worte zu McDonalds in Japan. Nööööööööööööööööööööö. schmeckt alles nicht so gut wie Zuhause. Bisher waren alle Burger total versalzen und ein sog. Chaka Chaka Chicken darf ich nur ohne sog. Cheesepulver empfehlen. Die ommes sind glücklicherweise wie immer. Achja und zum Frühstück kann man sich McHotDogs bestellen. Weshalb nur zum Frühstück????? Oh, jetzt wird mir klar, warum ich beim Bäcker so oft Würstchen in Croissants sehe. Naja, das Thema mit dem Essen ist ja noch so eine Sache, die ich hier noch nicht entgültig geklärt hab.
Ich hielt es dann noch eine Stunde draußen aus ohne mich groß zu amüsieren und als mir dann auch noch einfiel, dass ja Formel 1 in China läuft, bin ich zurück ins Hotel. Mit Sonnenbrand auf der Nase. und wer das bei mir schon mal gesehen hat, der weiß, dass ich dann eh nicht mehr geesellschaftstauglich bin. ;o)
Am Abend hab ich dann den Room Service genutzt und noch 45 € für ein StückFleisch, eine ursprünglich als heiße Schokolade bestelle Ansammlung von Schokoladenstückchen und ein eiskaltes Guinnes ausgegeben. Ich nenn es einfach die Bonz-ai-phase dieses Urlaubs.
Ja und das wars für diesen Tag. ich hab mir noch den ganzen Abend Friends Folgen auf Youtube angeschaut ... öhm ... spannend, was?!
Ciao.
Ich musste allerdings vorher noch eine Unterkunft finden und wollte daher früh aufstehen. Das gelang mir natürlich nicht. Das lag an den Vorhängen die eigentlich automatisch bedienbar sein sollten, tatsächlich aber nicht waren. Zumindest nicht vollständig. Denn als ich herausgefunden hatte wie man die Vorhänge vor Allem schließt ließen sich diese nicht mehr öffnen. ich hätte Sie natürlich selbst aufschieben können, aber hey, ich war in nem Hotel und wozu sind die 500 € die ich für die zwei Nächte ausgeben würde, wenn nicht für per fernbedienung steuerbare Vorhänge. Außerdem war ich zu müde und als ich dann endlich wieder aufwachte, war es schon nach 10 Uhr. Zum Glück hatte ich ja am Anfang des Urlaubs überlegt, was ich hauptsächlich möchte und so fand ich auf diesem Weg eine schnelle und angenehme Ausrede für dieses schlimme Vergehen.
Unten auf der Straße bekam ich erst einmal den totalen Wetterschock. Es war brennend heiß und die Luft war stickig und dünn. Ich wusste gleich, dass ich nicht gut darauf ansprechen würde. Nachdem ich die ersten drei Hostels besucht hatte, alle waren nicht mehr besetzt, weil ichh viel zu spät dort ankam, ließ ich mich mal wieder von einem der unzähligen getränkeautomaten, die hier an jeder Ecke stehen, zu einem kühlen Mittagsdrink verleiten. Mein Frühstück bei McDonalds stellte sich anschließend als Reinfall heraus, weil ich aus Versehen den falschen Burger (Pork Burger) bekam. Pork Burger sind igittigittigitt. Vieleicht gleich mal das Thema aufgreifend, ein paar Worte zu McDonalds in Japan. Nööööööööööööööööööööö. schmeckt alles nicht so gut wie Zuhause. Bisher waren alle Burger total versalzen und ein sog. Chaka Chaka Chicken darf ich nur ohne sog. Cheesepulver empfehlen. Die ommes sind glücklicherweise wie immer. Achja und zum Frühstück kann man sich McHotDogs bestellen. Weshalb nur zum Frühstück????? Oh, jetzt wird mir klar, warum ich beim Bäcker so oft Würstchen in Croissants sehe. Naja, das Thema mit dem Essen ist ja noch so eine Sache, die ich hier noch nicht entgültig geklärt hab.
Ich hielt es dann noch eine Stunde draußen aus ohne mich groß zu amüsieren und als mir dann auch noch einfiel, dass ja Formel 1 in China läuft, bin ich zurück ins Hotel. Mit Sonnenbrand auf der Nase. und wer das bei mir schon mal gesehen hat, der weiß, dass ich dann eh nicht mehr geesellschaftstauglich bin. ;o)
Am Abend hab ich dann den Room Service genutzt und noch 45 € für ein StückFleisch, eine ursprünglich als heiße Schokolade bestelle Ansammlung von Schokoladenstückchen und ein eiskaltes Guinnes ausgegeben. Ich nenn es einfach die Bonz-ai-phase dieses Urlaubs.
Ja und das wars für diesen Tag. ich hab mir noch den ganzen Abend Friends Folgen auf Youtube angeschaut ... öhm ... spannend, was?!
Ciao.
Tag 9 (18.04.2009) - von Takayama nach Kyoto
Die Nacht hatte ich versucht viel zu schlafen und wieder schnell gesund zu werden. Leider hat das aber bis zum morgen nicht wirklich gut geklappt. Ich denke, dass ich aber noch immer Schwierigkeiten mit der Zeitumstellung hatte. Diese Müdigkeit kam mitten am Tag und ging dann manchmal einfach wieder weg. Vom Rücken her ging es wieder einigermaßen.
An diesem Tag wollte ich nach Kyoto. Die Sitzplatzreservierungen hatte ich schon tags zuvor besorgt. Vorher wollte ich mir aber noch unbedingt Hid no sato anschauen. Ein Museumsdorf in dem alte Häuser und Lebensweisen aus dieser Region Japans gezeigt werden.
Nach Hida no sato gelangt man mit dem Bus vom Takayama no eki oder wie man das sonst so ausdrückt: Vom Bahnhof von Takayama. Der Bus war außer von mir nur noch mit zwei schweizer Familien besetzt. Komisch mal wieder ein wenig deutsche Sprache zu hören. Obwohl die letzten Gespräche mit dem Hamburger ja noch nicht so lang zurücklagen.
In Hida no sato angekommen ist man erst einmal überwältigt von der Landschaft, die man am fernen Horizont begutachten darf. Schnee bedeckte Berge hinter malerisch grüner Alpenlandschaft. Sehr schön. Im Dorf sellbst beschlich mich sofort wieder das Gefühl des Theaters. Hier standen zwar sehr schöne alte Häuser, aber wiederum war viel offensichtlich künstlich drum herum angelegt. Ich mag das überhaupt nicht, wennn man klar merkt, dass es nur ums Geld machen geht. Dennoch fand ich es sehr beeindruckend in die Häuse zu gehen und mir vorzustellen, wie die Menschen vor einigen hundert Jahren dort gelebt haben müssen. In den Häusern musste man sich die Schuhe ausziehen, was mir immer wieder eine Freude war. Denn mein Rücken meldete sich bei jeder Gelegenheit. Trotzdem nutze ich die Zeit die ich hatte voll aus und wählte sogar die längste Route durchs Dorf. Ja, die Japaner und ihre "bleiben-sie-auf-dem-Weg"-Masche. Ich musste allerdings feststellen, dass ich fast der einzige war, der sich streng daran hielt. Naja, es ist entspannter, wenn man nicht soviel nachdenken muss. ;o)
Nach einer Stunde und dreißig Minuten war dann das kurze Schauspiel für mich schon wieder vorbei. Denn ich musste dringend zum tempel zurück und dann zum Bahnhof um meinen zug zu kriegen.
Die Zugfahrt nach Nagoya war wieder atemberaubend. Die Landschaft erinnert mich immer wieder an Norwegen wegen der bewegenden Landschaft wegen. Auf der Hinfahrt hieß es, ein Teil der Landschaft wird auch "Japanisches Rheintal" genannt, weil es angeblich ganauso aussehen soll wie die Landschaft am Rhein in Europa. Naja, am Ende der Welt kann man wohl jedem alles erzählen. Wer kann das schon überprüfen. ;o)
In Nagoya hatte ich 10 Minuten Aufenthalt. Keine Zeit also sich die Stadt anzuschauen, aber nach ein paar Städten merkt man irgendiwe eh keine großen Unterschied zwischen japanischen Städten. zumindest auf den ersten Blick. Was ich jedoch sehr bemerkenswert finde, ist, dass ich es ohne große Schwierigkeiten hin bekam den richtigen Bahnsteig zu finden. Hätte mein Rücken nicht geschmerzt oder hätte dort nicht mein Rucksack gesessen, wäre ich wohl in die Versuchung gekommen mir selbst auf die Schulter zu klopfen.
So und jetzt Kyoto. Ich mochte Kyoto nicht, soviell kann ich schon mal sagen. Kyoto ist unfreundlich und voll. Quasi voll unfreundlich. Man bekommt auch keine Unterkunft wenn man gegen 16 Uhr Nachmittags dort eintrifft. Ein Hotel kann man auch fast vergessen, weil niemand englisch spricht und wenn es zu kompliziert wird etwas zu erklären, dann schickt man die potentiellen Gäste zunächst einfach zu einem anderen Hotel und sagt dort sind noch Zimmer frei, schickt sie dann wieder in das gleiche Hotel zurück, weil ja da noch Zimmer frei sind und wenn man dann nicht mehr weiter weiß mit dem Gast, nachdem man gerade gesagt hat, dass man ein Zimmer in einem weiteren Hotel für besagten Gast reserviert hat, dann sagt man einfach man spräche kein englisch und außerdem wäre eh nirgendwo mehr irgendein Zimmer frei.
Zwischendurch bin ich mit meinem Rucksack durch halb Kyoto gelaufen und hab Ryokans, Youth Hostels und Guest Houses abgegrast und kein Zimmer bekommen. Als ich dann gegen 18 Uhr keinen Bock mehr hatte, bin ich einfach ins Grandvia Hotel am Bahnhof einmarschiert und hab mir einfach ein Zimmer geben lassen. Ich sag nicht wieviel ich für die zwei Nächte bezahle, aber es ist ein dramatischer Einschnitt in meine Reisekasse.
Den Rest des Abends habe ich mit Fernsehen und Lesen verbracht. Ab und zu die per Fernbedienung zu steuernden Gardinen und Vorhänge auf und zu gemacht und den Room Service genossen. Balsam auf meine geschundene Seele sag ich nur.
An diesem Tag wollte ich nach Kyoto. Die Sitzplatzreservierungen hatte ich schon tags zuvor besorgt. Vorher wollte ich mir aber noch unbedingt Hid no sato anschauen. Ein Museumsdorf in dem alte Häuser und Lebensweisen aus dieser Region Japans gezeigt werden.
Nach Hida no sato gelangt man mit dem Bus vom Takayama no eki oder wie man das sonst so ausdrückt: Vom Bahnhof von Takayama. Der Bus war außer von mir nur noch mit zwei schweizer Familien besetzt. Komisch mal wieder ein wenig deutsche Sprache zu hören. Obwohl die letzten Gespräche mit dem Hamburger ja noch nicht so lang zurücklagen.
In Hida no sato angekommen ist man erst einmal überwältigt von der Landschaft, die man am fernen Horizont begutachten darf. Schnee bedeckte Berge hinter malerisch grüner Alpenlandschaft. Sehr schön. Im Dorf sellbst beschlich mich sofort wieder das Gefühl des Theaters. Hier standen zwar sehr schöne alte Häuser, aber wiederum war viel offensichtlich künstlich drum herum angelegt. Ich mag das überhaupt nicht, wennn man klar merkt, dass es nur ums Geld machen geht. Dennoch fand ich es sehr beeindruckend in die Häuse zu gehen und mir vorzustellen, wie die Menschen vor einigen hundert Jahren dort gelebt haben müssen. In den Häusern musste man sich die Schuhe ausziehen, was mir immer wieder eine Freude war. Denn mein Rücken meldete sich bei jeder Gelegenheit. Trotzdem nutze ich die Zeit die ich hatte voll aus und wählte sogar die längste Route durchs Dorf. Ja, die Japaner und ihre "bleiben-sie-auf-dem-Weg"-Masche. Ich musste allerdings feststellen, dass ich fast der einzige war, der sich streng daran hielt. Naja, es ist entspannter, wenn man nicht soviel nachdenken muss. ;o)
Nach einer Stunde und dreißig Minuten war dann das kurze Schauspiel für mich schon wieder vorbei. Denn ich musste dringend zum tempel zurück und dann zum Bahnhof um meinen zug zu kriegen.
Die Zugfahrt nach Nagoya war wieder atemberaubend. Die Landschaft erinnert mich immer wieder an Norwegen wegen der bewegenden Landschaft wegen. Auf der Hinfahrt hieß es, ein Teil der Landschaft wird auch "Japanisches Rheintal" genannt, weil es angeblich ganauso aussehen soll wie die Landschaft am Rhein in Europa. Naja, am Ende der Welt kann man wohl jedem alles erzählen. Wer kann das schon überprüfen. ;o)
In Nagoya hatte ich 10 Minuten Aufenthalt. Keine Zeit also sich die Stadt anzuschauen, aber nach ein paar Städten merkt man irgendiwe eh keine großen Unterschied zwischen japanischen Städten. zumindest auf den ersten Blick. Was ich jedoch sehr bemerkenswert finde, ist, dass ich es ohne große Schwierigkeiten hin bekam den richtigen Bahnsteig zu finden. Hätte mein Rücken nicht geschmerzt oder hätte dort nicht mein Rucksack gesessen, wäre ich wohl in die Versuchung gekommen mir selbst auf die Schulter zu klopfen.
So und jetzt Kyoto. Ich mochte Kyoto nicht, soviell kann ich schon mal sagen. Kyoto ist unfreundlich und voll. Quasi voll unfreundlich. Man bekommt auch keine Unterkunft wenn man gegen 16 Uhr Nachmittags dort eintrifft. Ein Hotel kann man auch fast vergessen, weil niemand englisch spricht und wenn es zu kompliziert wird etwas zu erklären, dann schickt man die potentiellen Gäste zunächst einfach zu einem anderen Hotel und sagt dort sind noch Zimmer frei, schickt sie dann wieder in das gleiche Hotel zurück, weil ja da noch Zimmer frei sind und wenn man dann nicht mehr weiter weiß mit dem Gast, nachdem man gerade gesagt hat, dass man ein Zimmer in einem weiteren Hotel für besagten Gast reserviert hat, dann sagt man einfach man spräche kein englisch und außerdem wäre eh nirgendwo mehr irgendein Zimmer frei.
Zwischendurch bin ich mit meinem Rucksack durch halb Kyoto gelaufen und hab Ryokans, Youth Hostels und Guest Houses abgegrast und kein Zimmer bekommen. Als ich dann gegen 18 Uhr keinen Bock mehr hatte, bin ich einfach ins Grandvia Hotel am Bahnhof einmarschiert und hab mir einfach ein Zimmer geben lassen. Ich sag nicht wieviel ich für die zwei Nächte bezahle, aber es ist ein dramatischer Einschnitt in meine Reisekasse.
Den Rest des Abends habe ich mit Fernsehen und Lesen verbracht. Ab und zu die per Fernbedienung zu steuernden Gardinen und Vorhänge auf und zu gemacht und den Room Service genossen. Balsam auf meine geschundene Seele sag ich nur.
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